Indonesisch essen gehen – heißt für mich lecker Hähnchen in feuriger Chili-Curry-Soße. Oder Ente mit Kokosgemüse. Tolle Gewürze, Sahne…
Alles andere als vegetarische oder gar vegane Küche. Aber einige interessierte Indonesier scheinen gerade angebissen zu haben – an der Esskultur einiger Deutscher:
Am 28.November startet der Weltklimagipfel in Durban. Am 9.Dezember geht er wieder zuende. Doch die Klimaproblematik bleibt.
Zum Glück gibt es Hilfe. Hilfe, um die Betroffenen und gemeinsame Projekte aufzubauen und das Leid zu mindern. In den Townships von Kapstadt, Südafrika, helfen Einheimische mit gezielter Unterstützung aus Deutschland, den Bewohnern der Armutsviertel wieder Ziele zu vermitteln, sich selbst zu versorgen und die Angst in neuem, fruchtbaren Boden zu vergraben. Das Abalimi-Planters-Project hilft zahlreichen Familien, eine kleine einst vertrocknete Bodenfläche sparsam zu bewässern und eigenes Gemüse einzubauen, um die eigene Familie mit Essen zu versorgen und der Ressource Boden trotz Trockenheit ihren Nutzen abzugewinnen.
Wie genau den Menschen im Township geholfen wird, ob der Gemüseanbau für eine ganze Familie reicht und was die Ziele und Wünsche der vielen Abalimi-Teilnehmer sind, das werde ich bald selbst herausfinden. Ich reise nach Südafrika und werde das Abalimi-Projekt besuchen.
Wer jetzt schon mehr darüber erfahren möchte, kann sich hier umsehen:
Auf einem Trödelmarkt oder am Second-Hand-Laden bekommt man oft tolle Klamotten zu guten Preisen. Aber die Sachen sind halt schon getragen. Wem das nicht ganz geheuer ist, der kann alte Sachen auch einfach in neu und völlig unberührt ergattern.
„New Old Stock“ – Klamotten von damals, produziert in Deutschland, Jahrzehnte lang eingelagert und später wiederentdeckt liegen manche Schätze jetzt wieder in den Verkaufsregalen. Und zwar in Berlin, in der Kastanienallee, bei „Fein&Ripp“. Ich war dort neulich mal probeshoppen.
Wer bei Joachim Pianka einkauft, macht eine echte Zeitreise. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann und hat sich seinen Traum erfüllt. Vor einem Jahr hat er seinen Laden in Berlin Prenzlauer Berg eröffnet und verkauft Original-Klamotten aus den 20er bis 80er Jahren. Oft noch original verpackt.
Die Idee kam ihm ganz zufällig, als er sich erinnert hat, dass er selbst seit vielen Jahren Knopfleistenhemden trägt. Aus dem Dorf, aus dem er ursprünglich stammt. Er fing also an zu recherchieren, woher die Sachen eigentlich kommen, ist auf eine alte Fabrik in der Nähe von Stuttgart gestoßen und entschied sich, den Bestand spontan aufzukaufen.
Seitdem rennen die Kunden ihm die Bude ein – Dänen, Engländer, Amerikaner. Und natürlich auch Deutsche. So wie Rabal aus München. Er hat ein beiges Knopfleistenhemd anprobiert. Auf dem Waschzettel steht „Prima Qualität, zweifädig“.
Während die Kunden sich umsehen oder Klamotten anprobieren, gibt es von Verkäufer Joachim ein bisschen Geschichtskunde. Die Knopfleistenhemden zum Beispiel durften keine Ärmel haben, die bis zum Handgelenk reichten, weil sie sonst zu schnell dreckig wurden. Und weil die Arbeiter und Bauern von damals nicht genug Geld hatten, um die Sachen alle zwei, drei Tage zu waschen oder sich ständig neue Hemden zu kaufen, wurden sie zwei Wochen lang getragen, am Badetag mit in die warme Wanne genommen und nur alle zwei Wochen ausgetauscht.
Joachim fällt es oft nicht leicht, die Klamotten zu verkaufen. Der Bestand ist nun einmal begrenzt. Aber seine Kunden lieben die Sachen, und Joachim macht seine Kunden gerne glücklich. Alexandra und Jörg aus Berlin sind Stammkunden bei Joachim, denn sie finden es großartig, Klamotten mit Geschichte zu tragen. Die Nicki-Pullover versetzen die beiden wieder zurück in ihre Kindheit. Ob blau, ob grün oder beige – bei Joachim Pianka werden schöne Erinnerungen wach.
Bezahlen kann man bei Fein & Ripp übrigens nur in bar. Nicht mit Karte. So wie damals.
Ja, wir sitzen zuviel. Das ist kein Geheimnis. Und nein, wir können uns nach der Arbeit oft nicht mehr aufraffen, zum Sport zu gehen. Dann kommt der Sport eben zu uns.
Gurte gegen Verspannungen. Bildrechte: www.officegym.com
Oder besser gesagt, das Sportgerät. Bewegen muss man sich schon noch selbst. Für´s Büro gibt es jetzt den sogenannten Office-Gym. Zwei findige Schreibtischdiener aus Baden-Würtemberg hatten es dicke, ständig von Schulterverspannungen und Kopfweh zu klagen. Sie haben eine spinnenartige Konstruktion entwickelt, die man an der Rückseite der Rückenlehne befestigt, und dann steht dem Workout nichts mehr im Wege – außer vielleicht die Tatsache, dass man dabei zum Telefonieren und Mailen keine Hand mehr frei hat. Ja, “Workout” trifft´s in diesem Fall sehr gut. Denn man ist während der Übungen “out of work”…
Alle Hände voll zu tun
Theoretisch ist gegen sportliche Ambitionen auch nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Aber Schweißflecken machen sich meist nicht so gut auf hübschen Blusen oder Hemden. Und der Duft von Verausgabung schweißt Bürokollegen sicher nicht bedinungslos zusammen. Außerdem sehen manche Übungen einfach dämlich aus und ersetzen kein echtes Workout draußen oder wenigstens im Fitnessstudio. Auch das teuerste Design wie zum Beispiel bei der Elliptical Machine oder dem schlicht gehaltenen Thai Chair bringen da wenig.
Richtig bewegen statt Durchhängen
Vielleicht sollte man aus dem Bürostuhl-Workout also doch lieber eine Afterwork-Veranstaltung machen. Oder am besten einfach rechtzeitig das Büro verlassen und sich eine halbe Stunde ohne Ablenkung durch Telefone, Mails und skeptische Blicke der Mitmenschen effektiv bewegen. Das geht sogar ganz ohne Geräte.
Über 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt. Der blaue Planet ist ein nasser Planet. Immer wieder schlucken die Ozeanmassen Landmassen. Das Element ist einfach zu mächtig.
Magma gegen Meer. Eine Insel entsteht.
Nicht aber, wenn es einen gleichwertigen Mitbewerber um Platz und Anerkennung bekommt. Nämlich Landmasse selbst. Die kanarischen Inseln erleben gerade ein solches Phänomen. Bei El Hierro scheint gerade ein neues Stück Insel zu wachsen. Unterwasservulkanausbrüche schieben täglich Massen an Magma Richtung Oberfläche und schon bald könnte sich dieses “Land” soweit erheben, dass es bewohnbar wäre. Das zumindest sagen die Spanier. Die Regierung diskutiert bereits, wem die Insel gehören könnte, die Bewohner der übrigen Inseln philosophieren über passende Namen. “Atlantis” steht hoch im Kurs.
Eine Insel ohne Berge...
Aber vielleicht sollte die Gefahr, die von Gasexplosionen und Wasserbeben ausgehen könnte, nicht ganz außer Acht gelassen werden. Wie kann man guten Gewissens jetzt schon darüber nachdenken, auf einer Insel leben zu wollen, die längst noch nicht aufgetaucht und vor allem noch nicht zum Stillstand gekommen ist?
Skateboards haben irgendwann ausgedient. Nach einer guten Saison sind sie eh meist dahin. Verrockt. Verschrammt. Aber stylish. Kaum ein Boarder würde sein Brett einfach wegwerfen. Die Macken erzählen Geschichten aus dem Leben.
Bretter, die die Welt bedeuten. Rechte: monderuelle.com
Weil auch Janie Belcourt ein Board auf dem Müll nicht ertragen kann, gibt´s jetzt Abhilfe. Möbel aus verranzten, neu aufpolierten Brettern.
Graffity-Kommode nicht nur für Skater. Rechte: monderuelle.com
Dazu gibt es auch noch passende Kommoden im Graffity-Style. So stehen die Bretter in den eigenen Wänden zwar noch immer rum, aber dafür mit Funktion. Übrigens soll hier noch erwähnt sein, dass Janie Belcourt eine Frau ist. Die Brettsportfanatikerin und Designerin aus Frankreich.
Board-Bar für Zuhause. Rechte:monderuelle.com
Dort spricht man übrigens nicht von sportlichen Möbeln, sondern von “Haute Nature“. Zum Dahinfließen! Ähm… -stellen!
„Von der Rolle sein“ – eine beliebte Redewendung, wenn man gerade etwas verrückt oder durcheinander ist. “Auf die Rolle gehen” – das sagt man, wenn man nachts tanzen geht. Ich benutze diese Redewendung seit neuestem für etwas anderes.
Brett + Rolle = Daffyboard
Ich gehe nämlich auf die Rolle, wenn ich Daffyboarden will. Und zwar nicht im übertragenen Sinne, sondern im wahrsten Sinne des Wortes.
Daffyboarden – der neue Sportmix
Der neue Sportmix aus Skateboarden, Wakeboarden und Snowboarden trainiert Gleichgewicht, Koordination und bringt Spaß. Aber auch wenn man nicht vom Fleck kommt, sollte man Daffyboarden nicht unterschätzen.
Eine Brettseite liegt am Anfang auf der Rolle, die andere Seite auf dem Boden. Auf diese Seite stellt man den ersten Fuß und dann muss man “nur noch” versuchen, sein Gleichgewicht zu verlagern und das Board auf der Rolle in die Waagerechte zu bringen. Und wer das irgendwann beherrscht, muss nicht mehr nur nach links und rechts wabern, sondern kann alle möglichen Tricks aufprobieren, vom One-Eighty bis hin zu verrückten Stunts und Sprüngen aus mehreren Metern Höhe.
Weiche Knie? Helfen sogar beim Ausgleichen!
Mittlerweile entdecken sogar Physiotherapeuten die Wirkung des Wackelbretts für sich und entwickeln Übungen für Therapiezwecke. Demnächst gibt´s Daffyboards also vielleicht sogar auf Rezept. Wer auch ohne Rezept ein handgemachtes Unikat habe will, kann sich bei den Daffyprofis umgucken. Und jetzt auf die Rolle, fertig, wackel!
1300 neue Studienplätze, doppelter Abi-Jahrgang, keine Pflichtzivis mehr, und alle wollen irgendwo wohnen. Doof nur, dass es gar nicht genug Buden gibt. Die WG-Zimmer sind rar. Der Frust umso größer. Fehlplanung. Unbedachtheit. Und jetzt?
Leere Zimmer sind rar
Jetzt schlagen sich hunderte Studienanfänger und andere Umzugswillige um die ausgeschriebenen WG´s und oft völlig überteuerten Wohnungen. Dabei wollen sie doch alle nur eins: vier Wände, bitte! Eine echte Katastrophe, auch in vielen anderen Städten. Und auf der anderen Seite?
Einmal vier Wände, bitte!
Es geht auch anders. Manch einer lebt nämlich im puren Luxus. Selbstgemacht. Zum Beispiel wie die WG zweier Brüder. Sie haben eine alte Industriehalle bezogen und leben nun auf 840 Quadratmetern, mit Kinosaal, 14 Zimmern und zig Toiletten. Keine schlechte Idee, es stehen doch angeblich viele Ladenlokale und Gewerbehallen leer.
Allerdings sollte man vor dem Bezug nicht nur die geografische, sondern auch die rechtliche Lage genau prüfen. Denn ohne Nutzungsänderungsgenehmigung von Gewerbe- auf Wohnfläche und vielen anderen Formalitäten kann die Freude schnell wieder verflogen sein. Jetzt gibt es nämlich mindestens zwei Leute mehr, die sich mit um die knapp gesähten, einzigen Zimmer bemühen müssen. Und ich muss vermutlich nicht sagen, wer das ist…
…liegen. Wobei liegen hier das falsche Wort ist. Es müsste heißen: Der Welt zu Fuß begegnen. Oder die Welt zu Fuß begehen. Und ihr vermutlich gleichzeitig zu Füßen liegen. Denn wenn jemand diesen Planeten nicht zu schätzen wüsste, wieso sonst sollte er auf die verrückte Idee kommen, einmal im Gänsemarsch um die schöne, blaue Kugel zu laufen?
Jean Béliveau geht um die Welt
Der gute Jean Béliveau (kommt “bélive” eigentlich von “believe” – vom Glauben, dieses Wahnsinnsprojekt zu schaffen??) ist Kanadier. Deshalb beschäftigen sich natürlich auch dortige Journalisten wie zum Beispiel Herbert Bopp in seinem Kanada-Blog mit dem Globetrotter. Und selbstverständlich die deutschen Medien, denn auch innerhalb unserer Grenzen hat Béliveau viele Erfahrungen gesammelt. In Cloppenburg übernachtete er zum Beispiel im Gefängnis. Freiwillig und für lau. Insgesamt hat Béliveau
hinter sich gebracht. Los ging´s in den USA und Südamerika, von dort zog er nach Afrika und von dort über Marocco nach Spanien und Portugal, durchquerte Europa samt Schottland, Serbien und Griechenland im verflixten siebten Jahr, machte sich dann auf in die Arabischen Emirate, nach Indien, China, Korea und weiter in den Süden nach Malaysia, und kam über Australien und Neuseeland zurück in seine Heimat Montréal.
So wäre es einfacher gewesen
Den “World Wide Walk For Peace And Children” – während seine Frau, Kinder und mittlerweile auch Enkel auf den Weltenwanderer warteten – kann man auf wwwalk verfolgen. Zum Glück in weniger als elf Jahren.