Lesereise ge-Buch-t
Weihnachten ist überstanden. Der Jahreswechsel naht. Einige nutzen die Zeit für einen kurzen Trip in die Ferne. Keinen Urlaub bekommen? Dann mach einfach eine kleine Lesereise in die eigene Fantasiewelt. Hier drei Tipps für die perfekte (Ent-)Spannung!
Im Labyrinth der Nacht – Graham Swift
- Was wissen wir von den Menschen, die wir lieben?
- Eine Sommernacht. Die Zwillinge Kate und Nick schlafen den unbeschwerten Schlaf der Ahnungslosen, während Paula, ihre Mutter, in einem anhaltenden, angstvollen Monolog die Geschichte der Familie heraufbeschwört. Mit dem nächsten Morgen, erfahren wir, bricht ein Tag des Gerichts an: Wenn sie sechzehn sind, so haben die Eltern beschlossen, werden die Kinder eine Wahrheit erfahren, die das Glück, die Zärtlichkeit, die Vollkommenheit ihres gemeinsamen Lebens zunichtemachen wird. Die Schatten der Nacht verwischen für Paula die Grenze zwischen Furcht und Intuition, und auch als es endlich Tag wird, ist Swifts raffiniertes Spiel um Fiktion und Wahrheit noch nicht zu Ende.
Die Woll-Lust der Maria Dolors – Blanca Busquets
- Zwei rechts, zwei links und bloß keine fallen lassen.
- Still sitzt sie in ihrer Ecke im Wohnzimmer und strickt emsig vor sich hin. Seit einem Schlaganfall lebt Dolors bei der Familie ihrer jüngsten Tochter Leonor. Bis auf ihren Enkel Martí behandeln die Familienmitglieder die alte Frau jedoch wie ein Möbelstück, denn sie kann nicht mehr sprechen und sich nur noch durch Gesten verständigen. Aber Dolors ist weder blind noch taub geworden. Sie hat nach wie vor einen scharfen Verstand und es zudem faustdick hinter den Ohren. Während sie für ihre 16-jährige Enkelin einen wundervollen Pullover in leuchtenden Farben strickt, entgeht ihr nichts von dem, was in dieser scheinbar normalen Familie vor sich geht. Jeder hütet hier ein Geheimnis. Nicht zuletzt Dolors selbst …
Wir sind jung und brauchen das Geld – Yvonne Feller und Florian Flechsig
- Wie wird man am schnellsten Millionär?
- Auf der verzweifelten Suche nach einem Diplomthema beschlossen die angehenden Grafikdesigner Yvonne und Florian, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und mithilfe des Diploms auch gleich reich zu werden. Das erleichtert schließlich das Leben danach – ob mit oder ohne Job. Es galt also, möglichst viel Geld mit möglichst einfachen Mitteln verdienen. Da gibt es mehr oder weniger bewährte Maßnahmen wie mit Aktien und Optionsscheinen zu handeln, öffentlich Gitarre zu spielen oder an Preisausschreiben teilzunehmen. Eine weitere Möglichkeit ist natürlich Extrem-Sparen. Man kann aber auch im Eisbärkostüm in der U-Bahn auftreten (»Knut & You. Take a picture«), ein Charthit-Seminar besuchen, um dann einen Top-Ten-Hit zu landen,oder Kunst mit Pommes bei Ebay verkaufen. Ihr Selbstversuch führte zwar nicht zu akutem Reichtum, aber zum »wohl ambitioniertesten Diplom-Projekt der Welt« ( Spiegel Online) und zu zahlreichen nicht nur, aber auch lustigen Erlebnissen und Erfahrungen.Inkl. des Bonuskapitels »Utopien: Best-of unrealisierte Geschäftsideen!«
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