1300 neue Studienplätze, doppelter Abi-Jahrgang, keine Pflichtzivis mehr, und alle wollen irgendwo wohnen. Doof nur, dass es gar nicht genug Buden gibt. Die WG-Zimmer sind rar. Der Frust umso größer. Fehlplanung. Unbedachtheit. Und jetzt?
Leere Zimmer sind rar
Jetzt schlagen sich hunderte Studienanfänger und andere Umzugswillige um die ausgeschriebenen WG´s und oft völlig überteuerten Wohnungen. Dabei wollen sie doch alle nur eins: vier Wände, bitte! Eine echte Katastrophe, auch in vielen anderen Städten. Und auf der anderen Seite?
Einmal vier Wände, bitte!
Es geht auch anders. Manch einer lebt nämlich im puren Luxus. Selbstgemacht. Zum Beispiel wie die WG zweier Brüder. Sie haben eine alte Industriehalle bezogen und leben nun auf 840 Quadratmetern, mit Kinosaal, 14 Zimmern und zig Toiletten. Keine schlechte Idee, es stehen doch angeblich viele Ladenlokale und Gewerbehallen leer.
Allerdings sollte man vor dem Bezug nicht nur die geografische, sondern auch die rechtliche Lage genau prüfen. Denn ohne Nutzungsänderungsgenehmigung von Gewerbe- auf Wohnfläche und vielen anderen Formalitäten kann die Freude schnell wieder verflogen sein. Jetzt gibt es nämlich mindestens zwei Leute mehr, die sich mit um die knapp gesähten, einzigen Zimmer bemühen müssen. Und ich muss vermutlich nicht sagen, wer das ist…
22.August
Heute ist der 30.Hochzeitstag meiner Eltern. Zur Feier des Tages schlafe ich erst einmal aus und gönne mir dann ein ausgiebiges Frühstück mit Erdbeer-Bananen-Fertigtrinkjoghurt, Vollkornbaguette und Analogkäse. Was anderes war in diesem spanischen Minisupermarkt nicht zu kriegen.
Kohlenhydrate und Eiweiß
Jetzt muss ich aber erstmal kurz etwas erklären. Ja, ich bin so kurz vor meinem ersten Marathon im Urlaub. Aber auch nur, weil man die richtige Regeneration beim Training nicht verachten sollte. Zudem ist es kein reiner Gammeltrip. Es ist viel mehr eine Kulturreise. Und dazu ein Sporturlaub. Nicht nur, dass ich hier mehrmals die Woche laufen will. Ich werde auch so oft wie möglich surfen. Kiten, um genau zu sein. Und da fängt das Training schon beim Tragen des Equipments an. Ein 9-m²-Kite, die dazu gehörige, sogenannte Bar, mein Board, mein Neoprenanzug und mein Trapez. Dazu eine Flasche Wasser und natürlich ein großes Badetuch, Klamotten zum Umziehen und ein bisschen was zu futtern, für den kleinen Hunger zwischendurch. Alles in allem schleppen ich so gut und gerne zehn Kilogramm mit mir rum. Und je nachdem wo man einen Parkplatz findet, muss das Zeug auch erstmal zum Strand transportiert werden. Wenn die Windbedingungen es dann zulassen muss ich die Tubes des weiß-pinken Schirms dann mit viel Körpereinsatz aufpumpen. Die 25 Meter langen Leinen werden ausgelegt, angeknotet, das Trapez wird angelegt und kurz drauf steht der Kite schon am strahlend blauen Himmel. Ab aufs Wasser! Erst ein Stück bei On-Shore gegen den Wind durch das knöchelhohe Wasser waten (perfektes Warm-Up und grandioses Barfußtraining!) Und dann rauf aufs Board und ab die Post.
Beim Kiten sind Konzentration, Körperspannung und Kraft in den Beinen gefragt. Als Alternativtraining zum ständigen Laufen ist das eine willkommene Abwechslung für meine Knie und man merkt auf dem Wasser gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Training wie im Flug. Ein Traum! Und das sage ich nicht nur so. Ich spreche aus Erfahrung.
Ich habe im März diesen Jahres mit dem Kiten angefangen. Zwei Wochen Kurs in Ägypten – diverse unfreiwillige Bauchflätscher, literweise Rotes Meer und zahlreiche Muskelkater ergaben zusammen mit dem ewigen Zurücklaufen samt Kite und Board durch das in den Fall hüfthohes Wasser in der Lagune Safagas, dass ich trotz absolut keiner einzigen Laufeinheit vier Tage nach diesem Urlaub meinen ersten Halbmarathon absolvieren konnte. Und zwar mit links. Und zusammen mit meiner besten Freundin.
Halbmarathon im Doppelpack
Ich war fit wie ein Turnschuh und fühlte mich hervorragend. Zumindest während des Laufs. Danach taten mir natürlich trotzdem alle Knochen und Knie weh. Und mein Muskelkater am nächsten Morgen hat mich fast daran gehindert, den Weg zu meiner Tube Latschenkiefer im etwa sechs Meter entfernten Badezimmer zu bannen. Aber mein Wille und der unbändige Durst nach einem großen Glas kalten Wasser mit ordentlich Blubber und den Nudelresten vom Vortag war stärker. 2h 15min.
Persönliche Bestzeit
Dafür, dass wir ohne Zeitziel in diesen ersten Wettkampf gegangen bin, war ich mehr als zufrieden und so übermotiviert, dass ich mich unverzüglich für den Köln-Marathon am 2.Oktober angemeldet habe. Ohne Rücktrittsversicherung. Wozu auch? Ich will seitdem ich in meiner Freizeit laufe einen Marathon bewältigen. Und zwar schon immer den in meiner Wahlheimat Köln und vor allem vor meinem 30.Geburtstag. Da mir dafür nur noch dieses Jahr bleibt, führt kein Weg daran vorbei. 71 Euro, One way. Ich bin bereit!
Die Wakeboard-WM in Köln ist schon wieder eine Woche rum. Aber…
… mein Drang, mich selbst auf´s Board zu stellen und “ans Kabel zu hängen”, wird mit jedem Tag größer. Und weil von nix nichts kommt, geht´s demnächst zum Bleibtreusee. Es folgen Taten. I´ll go Wakeboarding. Und ich werde natürlich berichten, ob ich den See leergesoffen habe oder nächstes Jahr selbst bei der dann 5.Wakeboard-Weltmeisterschaft in Köln mit von der Partie bin. Freude!
Gut verpackt in Schonern und Schale geht´s mit Helm und Rollschuhen auf die Bahn, um im besten Falle mit ordentlich Rums wieder aus der Bahn geworfen zu werden.
Zu schnell für die Kamera...
Rollerderby ist ein amerikanischer Volkssport, der vor allem von Frauen ausgeübt wird. Und weil es ein Volllkontaktsport ist, sollten Zimperlieschen und Zartbesaitete besser direkt Zuhause bleiben. Jedes Team hat eine Spielerin (“Jammerin”), die hinter der Gruppe startet und versuchen muss, die gegnerische Mannschaft zu überholen, während ihr eigenes Team die gegnerische Jammerin blockt und versucht, sie aus der Bahn zu werfen. Wer es schafft die Gegner zu überholen, sammelt für seine Mannschaft Punkte.
Schnell vorbei und weg...
In Deutschland entstehen nach und nach immer mehr Rollerderby-Vereine. Neben Köln sind Wuppertal, Essen, Berlin, Hamburg, Bremen, Karlsruhe, Kaiserslautern, Stuttgart und Ludwigsburg schon mit am Start.
Vollkontaktsport auf Rollen
Aber eine richtige Liga kann natürlich nur entstehen, wenn genug Mädels mitmachen wollen. Also Zähne zusammenbeißen und ab zum Probetraining. Bei der WFTDA-Accosiation gibt´s schon mal ein paar Regeln an die Hand, und dann kann´s direkt losgehen! Mir hat´s richtig Spaß gemacht!
Wer glaubt, dass ein Museum einfach nur langweilig ist, der täuscht sich. Das Museum für Angewandte Kunst in Köln ist sogar sehr anziehend.
Istanbul Fashion by Dilek Hanif
Noch bis zum 30.Januar 2011 zeigen türkische Designer ist Mode der Bosporus-Metropole Instanbul – Partnerstadt von Köln und Mekka für Künstler und Designer. Wer die Roben aus nähester Nähe betrachten möchte, kann das auf eigene Faust, oder bei einer der zahlreichen Führungen durch die Ausstellung “Istanbul Fashion”. Ein Besuch lohnt sich!
Heilige Scheiße! Weihnachtsshoppen mal ganz anders…
Holyshitshopping in Köln.
Das Holy Shit Shopping hat seine Pforten wieder im Kölner Rheintriadem, der alten Bahndirektion in der Nähe vom Hauptbahnhof geöffnet. Die Bedeutung? Ganz einfach. Der englisch-sprachige Mitmensch sagt “holy shit” (heilige Scheiße), wenn etwas unfassbares passiert. Selbst wenn eine Kuh vom Himmel fällt. In diesem Falle steht der Name für die unglaublich große Mischung aus Musik, Kunst und Mode.
Wer hier kein Geschenk findet, ist komisch!
Zu elektronischen Beats und Glühweinduft gibt es Kunst, Klamotten und unzählige Designer-Unikate, für einen selbst oder als individuelles Weihnachtsgeschenk. Insgesamt gibt es das Holyshitshopping schon seit sechs Jahren. Mit steigendem Interesse.
Zwei Etagen Musik, Plätzchenduft und Kunst.
Rund 130 Aussteller geben in Köln heute von 12 bis 20 Uhr noch ihre Werke zum Besten. Von Schlüsselbrettchen im Old-School-Tapeten-Design bishin zu Literatur und stylischen Wollschals, bestickten Stoffbuttons und bemalten Kerzen ist alles dabei. Nur eben ohne die manchmal leicht verstaubte Erscheinung des typischen Weihnachtsmarktes. Hier gibt es keine Filzlatschen, keine Fahrgeschäfte und keine drei Millionen Fressbuden. Hier gibt es nur viele nette Leute, die sich unterhalten, austauschen und gegenseitig glücklich machen.
Trashig & modern. Besonders eben.
Dieses Wochenende ist also Holyshit-Auftakt in Köln. An den nächsten Adventswochenenden zieht der Wander-Weihnachtsmarkt weiter nach Hamburg, Berlin und Stuttgart. Genaue Infos gibt´s unter www.holyshitshopping.de. Und wer sich persönlich vom Event überzeugen will, kann für drei Euro moderne Weihnachtsluft am Konrad-Adenauer-Ufer 3 in Köln schnuppern. Nix da “Stille Nacht”…
Zehn junge Designer haben gestern Abend ihre außergewöhnlichen, anrüchrigen, sexy, verspielten und faszinierenden Kollektionen gezeigt und zusammen mit den Beats und den alten Steinsäulen der Kölner EXPO-Hallen ein wahnsinns Event gezaubert.
Martin Barslund Hedegaard on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab
Initiiert vom daab-Verlag kamen hunderte Gäste, zahlreiche Fashion-Victims, Fotografen und Fans, um das zweite Event dieser Art zu feiern.
Stine Ladefoged on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab
Durch den Mix der Kollektionen statt der sonst von Caltwalk-Schauen gewohnten starren Abläufe hat Köln sich zudem einen Extra-Stern in Sachen Fashion-Events verdient.
Vigdis Johnsen on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab
Als Höhepunkt der Walks gab der Fashion-Week-erprobte Desginer Kilian Kerner seine Kollektion noch zum Besten – gespickt mit sexy Models (mein Favorite war die asiatisch aussehende, umwerfende Erscheinung, deren Name ich noch rausfinde!) und verlockender Livemusik.
Anne Skovgaard Scholer on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab
Und am Ende gab es nicht nur Applaus, sondern auch eine tosende Party.
Trine Hav on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab
Ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung mit neuen internationalen Designern. Und bis dahin könnt ihr euch hier die diesmaligen Stars anschauen…