Försters Fashion
Ob etwas schön ist, oder nicht, liegt im Auge des Betrachters.

Steh´n zwei Förster im Walde... Rechte: picture-alliance/dpa
Im Falle der neuen Förstermode dürfte die Frage schnell geklärt sein. Denn schließlich haben Förster ja Fernrohre – und damit Adleraugen. So konnten sie mit einem gestochen scharfen Blick schnell erkennen, dass die frisch entworfene Kollektion das Beste ist, was ihnen passieren konnte. Eine fette Beute, sozusagen. Atmunsaktiv, wasserabweisend, höchst funktionell – und doch ganz schlank und abgespeckt. NRW- Umweltminister Eckhard Uhlenberg ist auf jeden Fall ganz angetan vom neuen Look.
„Es sind keine Uniformen, wie in den letzten Jahren, sondern funktionelle, moderne Kleidungsstücke, die zum Arbeiten im Wald geeignet sind, aber auch mit einem schickeren Sacko ausgestattet sind, für andere Arbeiten.“
Aber für wie viele Zwecke auch immer Försters Fashion jetzt daher kommt. Es musste dennoch eine Linie gefunden werden, um den Wiedererkennungswert aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu garantieren. So sind alle Kleidungsstücke in kräftigem Nachtfichtengrün, klassischem Waldbodenbraun und zurückhaltendem Mausgrau gehalten. Damit die Revierhelden der natürlichen Schönheit und Flora und Fauna in nichts mehr nachstehen. Aber nicht nur das. Die Förstergarderobe begeistert diesmal vor allem die weibliche Förstergarde. Denn die Jacken und Hemden für die Frau sind diesmal sogar leicht tailliert.
Zuviele natürliche Rundungen sollen trotzdem nicht gezeigt werden. Geht auch gar nicht. Denn nur durch das Zwiebelprinzip – das jegliche Formen wieder verdeckt – sind Herzchen und Rippchen ausreichend geschützt. Und das neue Dienstabzeichen, verhindert zusätzlich alle allzu animalischen Blicke.

Männchen und Weibchen. Rechte: picture-alliance/dpa
Denn das hart erarbeitete Stoffstück ziert ab sofort nicht mehr die stolze Försterinnenbrust, sondern nur noch den filzgrünen Ärmel.