Sep 25 2011

Noch 7,195 Tage

Berlin läuft heute. Montréal läuft heute. Ich laufe heute in einer Woche. Marathon. MARATHON! 42,195 Kilometer! Vorab aber noch ein kleiner Probelauf. Nach meiner unfreiwilligen, einwöchigen Pause wurden es gestern immerhin wieder 12 Kilometer. Meine Stammstrecke hat mich wieder.

Konzentriert auf die Strecke

Konzentriert auf die Strecke

Dieses Gefühl, wenn der Kopf sich auf die bevorstehende Arbeit vorbereitet, wenn die Gelenke langsam geschmiert sind und die Muskeln warm werden, dieses Gefühl, die Laufklamotten anzuhaben, die Pulsuhr piepen zu hören, den Wind um die Nase geweht zu bekommen und dieses Gefühl, die ersten Schritte zu machen, eins zu werden mit den fließenden Bewegungen der Arme, den Beats der Musik, dem Duft der Umgebung, dieses Gefühl ist so einmalig, ich liebe es einfach. Laufen ist Leben. Mein Leben.

Auf die Zehen, fertig, los!

Auf die Zehen, fertig, los!

Allerdings muss ich mir ja eingestehen, dass die ersten zwei Läufe nach dem Knock-Out namens Erkältung alles andere als einfach waren. Von wegen “soviel Kondition geht nicht drauf” nach einer Woche Nicht-Training. Pustekuchen! Ich habe mich zwischendurch vorwärts geschleppt wie eine alte Dampflok. Meine Beine konnten noch, aber meine Lunge wollte noch nicht ganz so, wie ich es gerne gehabt hätte.

Pustekuchen

Pustekuchen

Bei meinen vorherigen 12-Kilometer-Läufen habe ich mich immer federleicht gefühlt. Ich bin vorwärts gekommen wie eine Elfe auf Speed, aber gestern musste ich zwischendurch einfach einsehen, dass ich nicht in knapp unter einer Stunde ankomme.

Federleicht geht anders

Federleicht geht anders

Ich glaube, selbst eine Omi voller Doppelherz wäre leichter ans Ziel gekommen. Aber mir ging es diesmal gar nicht so sehr um Zeit, sondern um´s Durchziehen. Dabei sein ist alles. Der olympische Gedanke.

Doppelherz

Doppelherz

Am Ende wurde es dann eine Stunde und zehn Minuten. Naja, dafür, dass ich zwischendurch stehen geblieben bin, um ein paar Fotos zu machen und vier Treppenetappen mitgenommen habe und ich echt noch nicht ganz auf der Höhe bin, war das Ergebnis glaube ich ganz ok.

Auf meiner Stammstrecke

Auf meiner Stammstrecke

Man hat mir zwar ziemlich wahrscheinlich angesehen, dass ich den Lauf nicht ganz so locker weggesteckt habe wie noch vor zwei Wochen, aber was soll´s.

Kaputt nach dem Lauf

Kaputt nach dem Lauf

Eine Woche habe ich ja noch zum Fit-Werden und Kondition zurück gewinnen. Und das unter perfekten Bedingungen. Ich bin nämlich von heute an fünf Tage an der Nordsee. Auf Juist veranstalten meine treue Trainingskumpanin Nadine und ich ein persönliches Trainingscamp – selbstverständlich inklusive Entspannung. Wir werden ausgiebige Spaziergänge machen, uns Räder ausleihen, auf der Terrasse unseres Appartments ein paar Kräftigungsübungen mit dem Tube machen, je nach Außentemperatur vielleicht auch noch ein oder zwei Barfußläufe einlegen, Bordsteinkanten und Parkbänke für Bein- und Sprungkrafttraining nutzen, ein paar hübsche Läufe mit Blick auf die Nordsee machen und es uns und davor, dazwischen und danach ordentlich gut gehen lassen. Dann steht dem Marathon in 7,195 Tagen hoffentlich nichts mehr im Wege.

Hier noch ein paar Tipps von joneli:

“Grüße aus dem Norden! Ich verfolge Deinen Blog seit einigen Tagen und drücke Dir die Daumen, daß alles so klappt, wie Du es Dir vorstellst. Aus eigener Erfahrung ein paar Ideen, die Dir vielleicht weiterhelfen:
Nimm’ einen kleinen Zettel mit, auf dem Du Deine angestrebten Zeiten für jeden einzelnen Kilometer vermerkt hast. Am besten per Excel und hinterher mit Tesa überkleben, dann schwitzt Du den nicht durch. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das Rechnen ab Kilometer 30-35 immer schwerer wird- und irgendwann leider ganz unmöglich…
Nutze jeden Versorgungspunkt mit Getränken. Auch, wenn Du noch keinen Durst hast. Ruhig für die Getränkeaufnahme aus dem Lauf ins Gehen kommen, dann plörrt nicht alles links und rechts an Dir vorbei. Und auf die paar Sekunden, die Du dabei verlierst, kommt es nicht an. Gibt es Cola, greif’ ruhig zu !
Iß’ während des Laufes nichts, was Du nicht kennst und nicht schon vor einem Lauf ausprobiert hast. Oder laß’ das Essen ganz sein.
Setze Dir für Deinen Lauf 3 Ziele, die Du erreichen willst: 1 Minimumziel (z.B. ankommen), 1 realistisches Ziel (z.B. durchlaufen), 1 ambitioniertes Ziel (z.B. eine bestimmte Zeit). Ruhig aufschreiben und hinterher zu Hause nochmal drüber freuen, wenn Du diese erreicht hast.
Viel Spaß in Köln – genieße die Grenzerfahrung – Du bist hinterher eine von nur ca. 20.000 Marathonläuferinnen – bundesweit !
Ich laufe nächstes Wochenende parallel in Bremen – wenn auch diesmal leider nur den Halbmarathon.”
Viel Spaß! Grüße nach Berlin und Montréal! Go! Go! Go!

Oct 30 2009

2nd Cologne Catwalk

Der zweite Cologne Catwalk war ein voller Erfolg!

Una Burke on 2nd Cologne Catwalk

Una Burke on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Zehn junge Designer haben gestern Abend ihre außergewöhnlichen, anrüchrigen, sexy, verspielten und faszinierenden Kollektionen gezeigt und zusammen mit den Beats und den alten Steinsäulen der Kölner EXPO-Hallen ein wahnsinns Event gezaubert.

Martin Barslund Hedegaard on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Martin Barslund Hedegaard on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Initiiert vom daab-Verlag kamen hunderte Gäste, zahlreiche Fashion-Victims, Fotografen und Fans, um das zweite Event dieser Art zu feiern.

Stine Ladefoged on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Stine Ladefoged on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Durch den Mix der Kollektionen statt der sonst von Caltwalk-Schauen gewohnten starren Abläufe hat Köln sich zudem einen Extra-Stern in Sachen Fashion-Events verdient.

Vigdis Johnsen on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Vigdis Johnsen on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Als Höhepunkt der Walks gab der Fashion-Week-erprobte Desginer Kilian Kerner seine Kollektion noch zum Besten – gespickt mit sexy Models (mein Favorite war die asiatisch aussehende, umwerfende Erscheinung, deren Name ich noch rausfinde!) und verlockender Livemusik.

Anne Skovgaard Scholer on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Anne Skovgaard Scholer on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Und am Ende gab es nicht nur Applaus, sondern auch eine tosende Party.

Trine Hav on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Trine Hav on 2nd Cologne Catwalk. Rechte: daab

Ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung mit neuen internationalen Designern. Und bis dahin könnt ihr euch hier die diesmaligen Stars anschauen…

•    Úna Burke (UK)

•    Trine Hav (DK)

•    Martin Barslund Hedegaard (DK)

•    Kim Berit Heppelmann (kimberit) (D)

•    Vigdis Johnsen (Hot Friture) (NO)

•    Kilian Kerner (D)

•    Andrea Kristić (NL)

•    Stine Ladefoged (DK)

•    Kristina Schäuble (DK)

•    Anne Skovgaard Schøler (DK)

Mehr Infos, Fashion- und Lookbooks gibt es übrigens auf daab.de. Reingucken lohnt sich!