Mode goes Charity
Jetzt in der Vorweihnachtszeit, wo viele Leute wieder gutmütig und besonders warmherzig werden, sieht man vermehrt Spendenaktionen auf der Straße, im Fernsehen und ab sofort auch in den Kaufhäusern. Dort allerdings nicht ganz so offensichtlich.

Hilfsprojekte in der Welt. Rechte: picture-alliance.de
Die schwedische Modekette H&M zählt zum Beispiel demnächt auch den Good-Will-Gedanken vieler Kunden. Mit der Kampagne “All for Children” kann man dort ab dem 5.Dezember shoppen für den guten Zweck, und zwar Taschen aus Bio-Baumwolle von Sonia Rykiel. 30 Prozent des Erlöses fließen direkt an UNICEF. Angelegt ist das Hilfsprojekt auf fünf Jahre. Investiert hat H&M 4,5 Millionen Dollar. Ziel ist es, das Leben von Kindern in Indien zu verbessern.

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Auch Tchibo ist auf das Charity-Mode-Boot aufgesprungen. Mit der Kampagne “Whatever It Takes” will der Kaffeekönner zusammen mit Promis wie George Cloony, Giorgio Armani und Wolfgang Joop stylishe Artworks für die 21st Century Leader Foundation entworfen. Mindestens 120.000 Euro des Erlöses sollen an unterschiedliche Hilfsorganisationen gehen, die die Stars persönlich ausgewählt haben. Darunter der Nelson Mandela Childrens’s Fund, Lifebeat, Tradeplus Aid und UNICEF. Die Online-Aktion hat am 25. November.

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Auch im Charity-Fieber ist L´Oréal. An diesem Wochenende werden in drei Städten – nämlich Berlin, Frankfurt und Düsseldorf – mehrere bekannte Frisöre unter dem Titel “Frisöre der Welt gegen Aids” ihr Können zum Besten geben und ab einen Spendenbeitrag von 35 Euro (nach oben offen) ihre professionellen Starfrisuren an den Mann und die Frau bringen. Der Erlös geht, wie der Name schon verrät, an eine Aidsstiftung.

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Charity und Beauty – macht das überhaupt Sinn? Ist Charity nur ein Vorwand, um sich mal günstig die Haare stylen zu lassen oder wieder mal shoppen zu gehen? Und wieviel PR ziehen die Unternehmen daraus? Geben sich die Unternehmen mit einer einmal jährlichen Hilfsaktion zufrieden, oder steckt dahinter ein dauerhafter Charity-Gedanke? Manche Fragen bleiben sicher offen. Aber Tatsache ist doch, dass alle zumindest jetzt etwas Gutes tun und sicher dafür mächtig ins Zeug hängen. Jede Hilfe zählt. Besser einmal als kein Mal. Und vielleicht entsteht in den Führungsschichten der Unternehmen ja doch der Sinn für eine langfristige Unterstützung bestimmter Projekte. Ganz ohne Werbegedanke…