Oct 2 2011

Noch 3,5 Stunden

Heute ist es also soweit!? Ich kann´s noch gar nicht glauben! Und ich bin verhältnismäßig ruhig. Noch…

Angstschweiß und Zähneklappern

Angstschweiß und Zähneklappern

Gestern habe ich soweit alles vorbereitet, noch mit meinen Leuten telefoniert, um alles zu besprechen und dann habe ich mich in meine Ersatz-Laufsachen geschmissen (die anderen Sachen für heute lagen ja schon feinsäuberlich auf der Couch bereit) und bin noch eine halbe Stunde ganz locker laufen gegangen. Dabei habe ich leider festgestellt, dass ich vom Handstandüben am Strand, von Mittwoch, eine leichte Zerrung im linken, hinteren Oberschenkel habe. Je wärmer ich mich gelaufen habe, desto besser ging´s. Aber ob man das einfach so auf 42,195 Kilometer übertragen kann, da bin ich mir noch unsicher. Ich bin also den restlichen Tag mit Wärmekissen und Sportsalbe rumgelaufen oder habe wahlweise in der Sonne gesessen. Mal sehen, wie sich das Bein heute so verhält. Trotzdem bin ich zuversichtlich. Am Ende tut mir wahrscheinlich eh alles weh. Da kommt´s auf eine schmerzende Stelle mehr oder weniger auch nicht an. Meine Kollegin Ingrid weiß übrigens nicht, ob sie überhaupt richtig weit kommt. Ihre Hüfte macht ihr immer noch Probleme, sie konnte seit Wochen nicht wirklich trainieren. Sie will aber antreten und es probieren. Das nenne ich Einsatz. Und Mut. Denn mittendrin aufzuhören, wenn es nötig werden sollte, finde ich fast noch schlimmer als gar nicht hinzugehen. Viel Glück, Ingrid! Wir schaffen das!

So viele kleine Schritte...

So viele kleine Schritte...

... bis zum Ziel!

... bis zum Ziel!

Den Tag gestern habe ich auf jeden Fall gut rumgekriegt. Meine Eltern sind ja mittags hier eingetrudelt. Und nach einem kleinen Snack sind wir eine Stunde spazieren gegangen, haben uns für ein paar Kaltgetränke noch am völlig belagerten Aachener Weiher niedergelassen, ein paar Freunde getroffen und als die Sonne hinter den Häusern verschwunden ist, der BVB gewonnen und der FC verloren hat, sind wir wieder nach Hause. Es gab Vollkornpasta in Massen und dazu ein bisschen Salat und Kalbsfilet. Ich habe einen riesigen Berg gegessen. Und das nicht, weil ich dachte, ich muss. Sondern weil ich Hunger hatte wie ein Tier. Die letzten drei Tage geht´s mir schon so. Als wüsste mein Körper, was gleich auf ihn zukommt. Deshalb gibt´s gleich noch ein ordentliches Frühstück und dann geht´s auch eigentlich schon los. Mit der Bahn zum Hauptbahnhof und dann zu Fuß über die Hohenzollernbrücke. Da dürfte man vielleicht noch die letzten Halbmarathonis, einige Inliner und ein paar Handbiker sehen. Und dann müssen wir uns auch schon langsam in unsere Startblöcke begeben.

Der Erkennungsbär

Der Erkennungsbär

Übrigens weiß ich mittlerweile auch, wie ich meine Eltern und den restlichen Pulk erkenne. Dürfte ziemlich leicht werden. Meine Mum hat einen riesigen Kuscheltierbären in ein pinkes Shirt gezwängt, einen sonnenhut aufgesetzt, dann bekommt er noch ein Namensschild um den Hals gehängt, und damit der Kerl auch sichtbar ist, sitzt er auf einem ausfahrbaren Besenstiel.
Dazu gibt´s ein paar lila Luftballons. Also das Sichten am Straßenrand sollte heute das geringste Problem darstellen. Das Wetter ebenfalls. Müssen also nur noch meine Muskeln mitmachen. Dann wird alles gut. Ja, ich glaube, ich bin bereit. Oh, sagte ich vorhin, ich bin noch recht ruhig. Ich habe gelogen. Ich bin nervös. Es kommt immer schubweise. Jetzt gerade bin ich ziemlich nervös. Also denn, ab dafür. Wir sehen uns auf der Strecke!


Sep 30 2011

Noch 2,195 Tage

Ich atme ein. Und wieder aus. Juister Inselluft. Ohne Autoabgase. Pure Kurluft. Die einen platt macht. Frischluft ohne Ende. Jod. Salz. Algen. Warmer Sand. Alles riechbar.

Nichts als frische Luft

Nichts als frische Luft

Alles wunderbar. Alles Schnee von gestern. Denn leider ist die Zeit auf Juist schon wieder rum. Gestern Nachmittag ging unsere Fähre zurück auf´s Festland. Den Vormittag haben Nadine und ich es uns natürlich noch gut gehen lassen. Einen langen Spaziergang am Strand eingelegt und nochmal die Stille auf uns wirken lassen. Die kaum vorhandene Wasserbewegung beobachtet.

Stille Wasser sind tief(enentspannend)

Stille Wasser sind tief(enentspannend)

Sonne getankt. Und ich habe die Zeit genutzt, um nochmal Kraft zu sammeln. Positive Energie für Sonntag. Die Vorfreude zu bündeln und den Druck in ein wohliges Einstimmen umzuwandeln. Ich bin nämlich angespannt. Angespannter, als ich es vielleicht zugeben mag. Ich bin aufgeregt und habe eigentlich keinerlei Vorstellung, wie der Sonntag wirklich wird. Wie ich den Lauf verkrafte. Was die letzten zehn Kilometer, die ich im Training nicht absolviert habe, auf mich wirken werden. Werde ich denken, ach komm, einfach weiter, die Zeit ist egal. Einfach ankommen und die Stimmung aufsaugen? Oder werde ich immer verkrampfter, will doch noch unter 4:30h bleiben und schade damit nur mir selbst? Werde ich den Lauf ohne Schwindelanfälle schaffen? Wird es fast schon zu warm, bei diesem goldenen Herbstwetter? Werden die Trinkstationen ausreichen? Schaffe ich zu trinken, ohne alles zu verschütten? Muss ich sogar kurz dabei gehen, oder vergeude ich dann wertvolle Zeit? Packe ich das wirklich?

Blauer Himmel - auch am Sonntag

Blauer Himmel - auch am Sonntag

Einatmen. Ausatmen. Tief Luft holen. Das Wasser beobachten. Ruhig werden. Den Möwen zuhören und dem leisen Meeresrauschen. Die Minibrise Wind um die Nase spüren. Die Beine ausruhen. Ich versuche mir die ganze Zeit einzureden, dass das gar nichts Besonderes ist. Einfach nur 42,195 Kilometer. Bei den 32 Trainings-Kilometern habe ich mich auch nicht so verrückt gemacht. Die lange Trainings- und Wartezeit gibt einem aber auch viel Gelegenheit, viel nachzudenken. Die Gedanken spinnen zu lassen. Sich wahnsinnig verrückt zu machen. Nein, der Marathon muss nicht perfekt werden. Er soll einfach nur eine Etappe sein. Nicht das einzig wahre Ziel. Eine Etappe in meinem Leben. Wir sollen Freunde werden. Die sich einmal begegnen und danach nur noch von weitem grüßen. Sich gut in Erinnerung behalten. Sich schätzen.

Mails und guter Zuspruch

Mails und guter Zuspruch

Im Moment trudeln bei mir immer mehr Mails und SMS ein. “Viel Erfolg!”, “Ich denke am Sonntag an Dich!”, “Du schaffst das!” – und mein Lieblingssatz: “Schmerz geht. Stolz bleibt.” Ich bin wirklich fasziniert vom Zuspruch und der Aufmerksamkeit. Dass Freunde – auch wenn ich momentan gar nicht so viel mit ihnen zu tun habe – mitfiebern und mir die Daumen drücken. Hinterher wissen möchten, wie es war. Gewesen sein wird. Noch zwei Tage. Zweimal schlafen. Hoffentlich tief und fest und ohne Alpträume.

Tschüss, Strand

Tschüss, Strand

Seit gestern Abend sind wir nun nicht mehr auf der Insel. Keine Strandläufe mehr. Keine Handstandstunden, die mir lustigen Muskelkater im gesamten Körper veranstalten. Mein Rückenstrecker, meine Achseln, sogar mein Hals, mein Hintern, meine Handgelenke. Keine Schmerzen. Nur leichter Muskelkater. Hoffentlich kann meine Physiotherapeutin heute um die Stellen drum herum massieren, um meine Verspannungen zu lösen. Sonst wird´s fies. Wo kann ich eigentlich in Köln Hand- und Kopfstand üben? Das war spaßig. Das will ich besser können. Auf der Wiese tut das bestimmt mehr weh, wenn man sich unabsichtlich hinlegt. Ich werde mich nächste Woche mal auf die Suche machen. Eine schöne Stelle zum Rumtoben. Man sollte viel mehr toben.

Abschiedstee Waldfrucht-Erdbeere

Abschiedstee Waldfrucht-Erdbeere

Gestern stand also kein Training an. Gestern war Ruhe- und Reisetag. Nach einem letzten Tee mit unserer Inseltruppe ging es mit der Fähre von Juist nach Norddeich.

Juister Segelclub am Hafen

Juister Segelclub am Hafen

Fähre zum Festland

Fähre zum Festland

Und dann nach einem letzten Fischmahl mit dem Zug zurück ins Großstadtgetümmel.

Salat mit Krabben

Salat mit Krabben

Fischfilets, Muscheln und Garnelen in Flusskrebssauce

Fischfilets, Muscheln und Garnelen in Flusskrebssauce

Köln. Autos. Krach. Dreck. Asphalt. Die Uhrzeit bestimmt den Tag. Nicht der Stand der Sonne oder der Wind. Verrücktes Gefühl. Eine andere Welt. Zeit. Noch zwei Tage. Marathon in 4:30h. Startschuss um 11.30h. Startunterlagen abholen bis dann und dann. Maximale Laufzeit sechs Stunden, danach wird man vom Besenwagen eingesammelt. Zeit. Druck. Zeit. Fenster. Ich brauche frische Luft. Ich glaube ich gehe heute noch einmal locker laufen. Vier, fünf Kilometer, nur um meine Beine beweglich zu halten. Sie nochmal zu kitzeln. Ihnen verbieten mehr zu laufen. Um sich Sonntag kaum noch halten zu können. Wer weniger darf, will mehr. Ich will auch mehr. Meer. Und mehr Zeit. Für alles im Leben. Irgendwie ist das Leben manchmal jetzt schon zu kurz. Man wieso bin ich eigentlich im Moment so sentimental? Und so philosophisch angehaucht? Ich denke über mich und mein Leben nach, über die Welt und den Sinn. Bringt mich ein Marathon da weiter? Denke ich soviel nach, weil ich den Marathon laufe? Oder laufe ich den Marathon, weil ich zur Zeit soviel philosophiere? Ist das alles nur ein Zufall oder Bestimmung oder eh völlig egal? Juckt es eigentlich jemanden, ob ich den Marathon wirklich schaffe? Oder zählt nur der Wille? Dabei sein ist alles? Starten und dann die Sintflut? Geht es wirklich um´s Ankommen? Um´s Zeitziel? Oder um´s Wollen? Um´s Trainieren? Nein, ne ne, nur dabei sein ist es nicht. Vorher aufhören ist auch nicht. Ich will ankommen. Und ich will auch unter fünf Stunden bleiben. Das werde ich ja wohl schaffen, oder? Werde ich doch!?

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Werde ich! Heute mache ich dafür den ersten Schritt. Ich hole heute meine Startunterlagen ab und schlendere mit Nadine einmal über die Marathon Expo in der Köln Messe. Wettkampfluft schnuppern. Dann werde ich einen lockeren Lauf hinlegen. Und noch ein bisschen was für meine Kraft tun und morgen ist dann Relaxen angesagt. Völlige Entspannung. Unter extremer Anspannung. Morgen ist der Tag vor dem großen Tag. Morgen ist es nur noch ein Tag bis zum Marathon. Ein einziger Tag. Mein Herz hüpft. Einatmen. Ausatmen. Kölner Marathonluft. Ich kann sie schon riechen. Sie macht mich verrückt. Vor Vorfreude. Ich will jetzt endlich laufen. Den Marathon. Meinen ersten ganzen Marathon. Noch 2,195 Tage. Durchhalten. Durchstarten. Durchatmen!


Apr 18 2011

Mensch oder Tier?

Man könnte meinen, dass man auf Fitnessmessen wie der FIBO in Essen nur schöne, sportliche Menschen sieht. Aber Sport bedeutet nicht unbedingt, dass man gut aussieht…

Bodybuilding. Geschmackssache.

Bodybuilding. Geschmackssache.

Muskelprotze, die sich selbst nicht mehr am Kopf kratzen können, weil sie die Arme nicht mehr hoch bekommen, gibt es bei solchen Veranstaltungen wie Sand am Meer. Wahrscheinlich trinken Bodybuilder deshalb so viele Protein-Shakes. Dazu muss man nur mit dem Mund Richtung Strohhalm…

Frau oder Tier?

Frau oder Tier?

Gegen sportliche Frauen ist auch überhaupt nichts zu sagen. Ein paar definierte Muskeln sind toll. Aber wenn man anfängt, sich selbst lieber im Spiegel anzusehen und zu posen, als auf seine Gesundheit zu achten, hört Sportlichkeit für mich auf.

Kante oder Quadratkopf?

Kante oder Quadratkopf?

Ich darf vermutlich nur nicht laut sagen, dass DAS nicht mehr schön ist. Von einem Schrank vermöbelt zu werden macht nämlich sicher nicht soviel Spaß. Allerdings könnte ich weglaufen. Mir sind meine eigenen Beine nämlich nicht im Weg…

Ohne Worte.

Ohne Worte.

Naja, gut, dass es wenigstens ein paar Ausnahmen gibt, die einen für jede Art von visueller Belästigung entschädigen.

Spinning-Trainer Jürgen.

Spinning-Trainer Jürgen.

Danke, Jürgen.


Jan 7 2011

Mode 2011

Die neuen Modetrends heißen “Schwarz” und “Weiß”…

Schwarz und Weiß

Schwarz und Weiß

Das ist ja wirklich ziemlich verrückt. Es weiß zwar keiner, was daran neu sein soll, aber das muss man sicher auch nicht verstehen. Auch, dass schwarz und weiß immer gehen, ist mittlerweile vermutlich fast jedem klar. Da ist der Mustermix schon spannener, wobei neu ist der auch nicht…

Modischer Mustermix

Modischer Mustermix

Ich mixe einfach alle Klamotten, die ich schon ewig habe. Mode kann ja so einfach sein.


Jan 28 2010

Bread & Butter Trends

Die Berliner Bread & Butter setzt Akzente.

Neue Jackson-Grafikpumps

Neue Jackson-Grafikpumps

Mit grafischen Drucken und viel Glitzer wird jeder Schuh zum Hingucker.

Lila Glitter-Peeptoe bei Jackson

Lila Glitter-Peeptoe bei Jackson

Dazu eine schlichte Jeans, ein Creme-Shirt…

Jackson-Taschen. Cool zur Jeans.

Jackson-Taschen. Cool zur Jeans.

… und eine passende Tasche mit Pailletten. Perfekt!

Schlichte Stoffe bei Sacks

Schlichte Stoffe bei Sacks

Wer´s lieber schlicht mag, ist bei Sacks genau richtig. Schöne Stoffe und schlichte Schnitte ziehen auch an.

Hübsche Musterkombis bei Blutsgeschwister

Hübsche Musterkombis bei Blutsgeschwister

Hübsch und eher auffällig sind die wild kombinierten Muster und Farben bei Blutsgeschwister.

Kunstpelz mit Barockoptik. Blutsgeschwister.

Kunstpelz mit Barockoptik. Blutsgeschwister.

Hat was von Selfmade und kommt doch so schmuck daher.

Monochromer Zebraboot mit Keilabsatz. Friies Company.

Monochromer Zebraboot mit Keilabsatz. Friies Company.

Wer richtig ins Auge stechen will, zieht sich einfach die Keil-Zebraboots von Friies Company an. Wow!

Keilabsatze sind ein Muss für 2010/2011. Friis Company.

Keilabsatze sind ein Muss für 2010/2011. Friis Company.

Regelrecht dezent sind dagegen die Leo-Pumps mit schwarzem Kopf.

Reißverschlussblüte ziert Friis-Tasche. Sehr dufte.

Reißverschlussblüte ziert Friis-Tasche. Sehr dufte.

Diese Tasche mit Reißverschlussblüte passt zu jedem Outfit und Anlass.

Hingucker Glitzerleggings

Hingucker Glitzerleggings

Diese Glitzerhose nicht unbedingt. Aber wer die passenden Beine hat, kann damit bestens glänzen.

Applikationstasche bei Octopus.

Applikationstasche bei Octopus.

Auch schön schlicht und trotzdem sehr hübsch sind die Taschen von Octopus. Mit aufgenähten Applikationen oder Fransen.

Buntes Leder-Patchwork bei Octopus.

Buntes Leder-Patchwork bei Octopus.

Für etwas farbenfrohere Anlässe eignet sich diese Patchwork-Tasche.

Flowerpower in kurz oder lang.

Flowerpower in kurz oder lang.

Und diese Flowerpower-Shorts macht Lust auf Sommer.

Poncho-Verschnitt von Nümph. Habenwill!

Poncho-Verschnitt von Nümph. Habenwill!

Um bis dahin nicht zu frieren, leistet der hübsche Poncho von Nümph Abhilfe. Edle Stoffe und schicke Schnitte.

Flip Flops mit Keilabsatz bei Ipanema.

Flip Flops mit Keilabsatz bei Ipanema.

Und wenn´s dann doch mal endlich wärmer wird, muss man selbst am Wasser nicht auf den Trend des Jahres verzichten. Keilabsätze. Sogar an Flip Flips möglich.