Bungee Fitness in 4D

Ich würde niemals Bungee-Jumpen. Aber Bungee-Springen ohne den tiefen Fall gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Mit dem elastischen Schlingentrainer habe ich mich einfach mal hängen lassen. Ich bin geflogen wie Superwoman, gehüpft, habe Flying Push Ups und Handstand, Klimmzüge und Intervalle on the spot gemacht. So sehr, dass meine Mundwinkel bis über beide Ohren hingen vor Freude. Auf der FIBO lernt man so einige neue Trainingsmöglichkeiten kennen.

Das Schöne am Bungee-Trainer ist, dass man damit nicht nur im Fitnessstudio trainieren kann. Der heimische Türrahmen lässt sich genauso gut für die Befestigung nutzen wie ein Baum im Park. So kann ich im Sommer auch draußen mein Trainign absolvieren und in der Sonne fliegen.

Übungsvarianten

Ich kann sowohl statische Übungen machen, problemlos Arm- und Schulterkraft trainieren und in den Handstand gehen, mit der Hüfte im Gurt hängen, alle Viere vom Boden abheben und einfach nur versuchen das Gleichgewicht zu halten. Oder ich mache dynamische Übungen in vier Dimensionen, um Stabilität, Koordination und Kondition zu pushen.

Der Erfinder des Konzepts ist Dr. Dr. Med Homayun Gharavi, ein iranisch-deutscher Arzt und Sportwissenschaftler, der mit Profisportlern in der Vorbereitung für die Olympischen Spiele zusammenarbeitet, aber auch im Physio- und Reha-Bereich tätig ist. So lassen sich sanfte Bewegungen durchführen, die gelenkschonend Kraft aufbauen, aber auch intensive Kraftausdauer- und Widerstands-Workouts machen, bei denen die Pumpe ordentlich ans Arbeiten kommt.

Mein Mastertrainer Mello aus Hamburg hat mich auf jeden Fall ordentlich ins Schwitzen gebracht. Auch in Duisburg, Frankfurt und zum Beispiel Berlin gibt es schon ausgebildete Trainer. In Köln werden bisher leider keine Kurse angeboten, aber da dem Erfinden von Workouts keine Grenzen gesetzt sind und mir sowie immer tausend eigene Ideen kommen, entwickel ich jetzt einfach meine eigenen Übungen. Eine gute Ergänzung zum Triathlon. Mal sehen wer sich in der nächsten Zeit noch mit anschließt. Auf die Schlingen, fertig, los!

Zero Runner

Nachdem ich mich wieder ein wenig erholt habe, habe ich mich dann noch auf ein paar andere Geräte gestürzt, wie zum Beispiel auf den Zero Runner. Der sieht aus wie ein Stepper, ist aber eine Immitation des echten Laufens ohne jeglichen Impakt auf die Gelenke. Die Konstruktion ist in einer Dimension frei beweglich und passt sich so meinen realen Laufschritten an. Trete ich mit dem rechten Fuß stärker auf, hat das direkte Auswirkungen auf mein Gangbild und die Bewegungsausführung des linken Beins, so wie beim richtigen Laufen im Park.

Direktes Feedback

Mache ich viele kleine Schritte muss ich mich anstrengend, um nicht mit dem Gerät zu „versacken“. Am Anfang helfen Griffe für die Hände das Gleichgewicht zu halten, später kann man auch ohne sie laufen. Mein Eindruck ist, dass das Zero Runner gut ist, um gelenkschonend zu laufen und zum Beispiel den Laufstil umzustellen. Man spürt eine direkte Reaktion spürt und alle Bewegungen werden digital auf dem Display angezeigt – wie rund mein Schritt ist und wie hoch ich mich abdrücke. Auf Dauer laufe ich zwar lieber draußen, aber als Ergänzung und Alternative zum klassischen Laufband ist der Zero Runner eine interessante Trainingsmöglichkeit.

Senso Trainer

Auch spannend finde ich den SensoProTrainer – eine Mischung aus Trampolin und doppelter Slackline mit multifunktionalem Oberkörpertraining. Die zwei freischwingenden Standflächen aus elastischem Material erfordern Konzentration und Koordination. Vor allem wenn man das Swingboard noch aus den Verankerungen löst und ich dann wie auf einem Surfboard auch noch nach rechts und links ausgleichen muss. Wer es dann noch schafft, kann mit den Gummizügen dreidimensional arbeiten und für eine neue Art der Core Stabilität sorgen. So, und ich werde jetzt trainieren.