Nov
18
2011
Indonesisch essen gehen – heißt für mich lecker Hähnchen in feuriger Chili-Curry-Soße. Oder Ente mit Kokosgemüse. Tolle Gewürze, Sahne…

Alles andere als vegetarische oder gar vegane Küche. Aber einige interessierte Indonesier scheinen gerade angebissen zu haben – an der Esskultur einiger Deutscher:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,797858,00.html
Ich hoffe, dass es bei reinen Forschungszwecken bleibt. Indonesisches Essen schmeckt nämlich tierisch lecker.
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Nov
14
2011
Am 28.November startet der Weltklimagipfel in Durban. Am 9.Dezember geht er wieder zuende. Doch die Klimaproblematik bleibt.


Zum Glück gibt es Hilfe. Hilfe, um die Betroffenen und gemeinsame Projekte aufzubauen und das Leid zu mindern. In den Townships von Kapstadt, Südafrika, helfen Einheimische mit gezielter Unterstützung aus Deutschland, den Bewohnern der Armutsviertel wieder Ziele zu vermitteln, sich selbst zu versorgen und die Angst in neuem, fruchtbaren Boden zu vergraben. Das Abalimi-Planters-Project hilft zahlreichen Familien, eine kleine einst vertrocknete Bodenfläche sparsam zu bewässern und eigenes Gemüse einzubauen, um die eigene Familie mit Essen zu versorgen und der Ressource Boden trotz Trockenheit ihren Nutzen abzugewinnen.
Wie genau den Menschen im Township geholfen wird, ob der Gemüseanbau für eine ganze Familie reicht und was die Ziele und Wünsche der vielen Abalimi-Teilnehmer sind, das werde ich bald selbst herausfinden. Ich reise nach Südafrika und werde das Abalimi-Projekt besuchen.
Wer jetzt schon mehr darüber erfahren möchte, kann sich hier umsehen:
www.abalimi.org.za
www.harvestofhope.co.za
www.farmgardentrust.org
Zudem gibt es ein Video über die grüne Hoffnung Abalimi:
http://vimeo.com/19360310
Und mehr von meiner Reise nach Kapstadt gibt es dann bald hier auf ahornzeit.de.
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Nov
9
2011
Auf einem Trödelmarkt oder am Second-Hand-Laden bekommt man oft tolle Klamotten zu guten Preisen. Aber die Sachen sind halt schon getragen. Wem das nicht ganz geheuer ist, der kann alte Sachen auch einfach in neu und völlig unberührt ergattern.

„New Old Stock“ – Klamotten von damals, produziert in Deutschland, Jahrzehnte lang eingelagert und später wiederentdeckt liegen manche Schätze jetzt wieder in den Verkaufsregalen. Und zwar in Berlin, in der Kastanienallee, bei „Fein&Ripp“. Ich war dort neulich mal probeshoppen.

Wer bei Joachim Pianka einkauft, macht eine echte Zeitreise. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann und hat sich seinen Traum erfüllt. Vor einem Jahr hat er seinen Laden in Berlin Prenzlauer Berg eröffnet und verkauft Original-Klamotten aus den 20er bis 80er Jahren. Oft noch original verpackt.

Die Idee kam ihm ganz zufällig, als er sich erinnert hat, dass er selbst seit vielen Jahren Knopfleistenhemden trägt. Aus dem Dorf, aus dem er ursprünglich stammt. Er fing also an zu recherchieren, woher die Sachen eigentlich kommen, ist auf eine alte Fabrik in der Nähe von Stuttgart gestoßen und entschied sich, den Bestand spontan aufzukaufen.

Seitdem rennen die Kunden ihm die Bude ein – Dänen, Engländer, Amerikaner. Und natürlich auch Deutsche. So wie Rabal aus München. Er hat ein beiges Knopfleistenhemd anprobiert. Auf dem Waschzettel steht „Prima Qualität, zweifädig“.

Während die Kunden sich umsehen oder Klamotten anprobieren, gibt es von Verkäufer Joachim ein bisschen Geschichtskunde. Die Knopfleistenhemden zum Beispiel durften keine Ärmel haben, die bis zum Handgelenk reichten, weil sie sonst zu schnell dreckig wurden. Und weil die Arbeiter und Bauern von damals nicht genug Geld hatten, um die Sachen alle zwei, drei Tage zu waschen oder sich ständig neue Hemden zu kaufen, wurden sie zwei Wochen lang getragen, am Badetag mit in die warme Wanne genommen und nur alle zwei Wochen ausgetauscht.

Joachim fällt es oft nicht leicht, die Klamotten zu verkaufen. Der Bestand ist nun einmal begrenzt. Aber seine Kunden lieben die Sachen, und Joachim macht seine Kunden gerne glücklich. Alexandra und Jörg aus Berlin sind Stammkunden bei Joachim, denn sie finden es großartig, Klamotten mit Geschichte zu tragen. Die Nicki-Pullover versetzen die beiden wieder zurück in ihre Kindheit. Ob blau, ob grün oder beige – bei Joachim Pianka werden schöne Erinnerungen wach.

Bezahlen kann man bei Fein & Ripp übrigens nur in bar. Nicht mit Karte. So wie damals.

www.feinundripp.de.
no comments | tags: 20er Jahre, 80er Jahre, Anita Horn, Berlin, Charlottenburg, Fein und Ripp, Joachim Pianka, Kastanienallee, Knopfleistenhemd, New Old Stock, Nicki-Pullover, Original, Prima Qualität, Tante Trudel, Wäsche | posted in Big Zitty Life, Mode