Bürostuhl-Sport!?
Ja, wir sitzen zuviel. Das ist kein Geheimnis. Und nein, wir können uns nach der Arbeit oft nicht mehr aufraffen, zum Sport zu gehen. Dann kommt der Sport eben zu uns.
Oder besser gesagt, das Sportgerät. Bewegen muss man sich schon noch selbst. Für´s Büro gibt es jetzt den sogenannten Office-Gym. Zwei findige Schreibtischdiener aus Baden-Würtemberg hatten es dicke, ständig von Schulterverspannungen und Kopfweh zu klagen. Sie haben eine spinnenartige Konstruktion entwickelt, die man an der Rückseite der Rückenlehne befestigt, und dann steht dem Workout nichts mehr im Wege – außer vielleicht die Tatsache, dass man dabei zum Telefonieren und Mailen keine Hand mehr frei hat. Ja, “Workout” trifft´s in diesem Fall sehr gut. Denn man ist während der Übungen “out of work”…

Alle Hände voll zu tun
Theoretisch ist gegen sportliche Ambitionen auch nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Aber Schweißflecken machen sich meist nicht so gut auf hübschen Blusen oder Hemden. Und der Duft von Verausgabung schweißt Bürokollegen sicher nicht bedinungslos zusammen. Außerdem sehen manche Übungen einfach dämlich aus und ersetzen kein echtes Workout draußen oder wenigstens im Fitnessstudio. Auch das teuerste Design wie zum Beispiel bei der Elliptical Machine oder dem schlicht gehaltenen Thai Chair bringen da wenig.

Richtig bewegen statt Durchhängen
Vielleicht sollte man aus dem Bürostuhl-Workout also doch lieber eine Afterwork-Veranstaltung machen. Oder am besten einfach rechtzeitig das Büro verlassen und sich eine halbe Stunde ohne Ablenkung durch Telefone, Mails und skeptische Blicke der Mitmenschen effektiv bewegen. Das geht sogar ganz ohne Geräte.
Eine Insel mit zwei Beben
Über 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt. Der blaue Planet ist ein nasser Planet. Immer wieder schlucken die Ozeanmassen Landmassen. Das Element ist einfach zu mächtig.

Magma gegen Meer. Eine Insel entsteht.
Nicht aber, wenn es einen gleichwertigen Mitbewerber um Platz und Anerkennung bekommt. Nämlich Landmasse selbst. Die kanarischen Inseln erleben gerade ein solches Phänomen. Bei El Hierro scheint gerade ein neues Stück Insel zu wachsen. Unterwasservulkanausbrüche schieben täglich Massen an Magma Richtung Oberfläche und schon bald könnte sich dieses “Land” soweit erheben, dass es bewohnbar wäre. Das zumindest sagen die Spanier. Die Regierung diskutiert bereits, wem die Insel gehören könnte, die Bewohner der übrigen Inseln philosophieren über passende Namen. “Atlantis” steht hoch im Kurs.

Eine Insel ohne Berge...
Aber vielleicht sollte die Gefahr, die von Gasexplosionen und Wasserbeben ausgehen könnte, nicht ganz außer Acht gelassen werden. Wie kann man guten Gewissens jetzt schon darüber nachdenken, auf einer Insel leben zu wollen, die längst noch nicht aufgetaucht und vor allem noch nicht zum Stillstand gekommen ist?
Es sei denn, man will dauerhaft nur zelten…
Sportliche Möbel
Skateboards haben irgendwann ausgedient. Nach einer guten Saison sind sie eh meist dahin. Verrockt. Verschrammt. Aber stylish. Kaum ein Boarder würde sein Brett einfach wegwerfen. Die Macken erzählen Geschichten aus dem Leben.
Weil auch Janie Belcourt ein Board auf dem Müll nicht ertragen kann, gibt´s jetzt Abhilfe. Möbel aus verranzten, neu aufpolierten Brettern.
Dazu gibt es auch noch passende Kommoden im Graffity-Style. So stehen die Bretter in den eigenen Wänden zwar noch immer rum, aber dafür mit Funktion. Übrigens soll hier noch erwähnt sein, dass Janie Belcourt eine Frau ist. Die Brettsportfanatikerin und Designerin aus Frankreich.
Dort spricht man übrigens nicht von sportlichen Möbeln, sondern von “Haute Nature“. Zum Dahinfließen! Ähm… -stellen!
Auf die Rolle gehen
„Von der Rolle sein“ – eine beliebte Redewendung, wenn man gerade etwas verrückt oder durcheinander ist. “Auf die Rolle gehen” – das sagt man, wenn man nachts tanzen geht. Ich benutze diese Redewendung seit neuestem für etwas anderes.

Brett + Rolle = Daffyboard
Ich gehe nämlich auf die Rolle, wenn ich Daffyboarden will. Und zwar nicht im übertragenen Sinne, sondern im wahrsten Sinne des Wortes.
Daffyboarden – der neue Sportmix
Der neue Sportmix aus Skateboarden, Wakeboarden und Snowboarden trainiert Gleichgewicht, Koordination und bringt Spaß. Aber auch wenn man nicht vom Fleck kommt, sollte man Daffyboarden nicht unterschätzen.
Eine Brettseite liegt am Anfang auf der Rolle, die andere Seite auf dem Boden. Auf diese Seite stellt man den ersten Fuß und dann muss man “nur noch” versuchen, sein Gleichgewicht zu verlagern und das Board auf der Rolle in die Waagerechte zu bringen. Und wer das irgendwann beherrscht, muss nicht mehr nur nach links und rechts wabern, sondern kann alle möglichen Tricks aufprobieren, vom One-Eighty bis hin zu verrückten Stunts und Sprüngen aus mehreren Metern Höhe.

Weiche Knie? Helfen sogar beim Ausgleichen!
Mittlerweile entdecken sogar Physiotherapeuten die Wirkung des Wackelbretts für sich und entwickeln Übungen für Therapiezwecke. Demnächst gibt´s Daffyboards also vielleicht sogar auf Rezept. Wer auch ohne Rezept ein handgemachtes Unikat habe will, kann sich bei den Daffyprofis umgucken. Und jetzt auf die Rolle, fertig, wackel!
WG-Knappheit
In Köln ist die Hölle los!
1300 neue Studienplätze, doppelter Abi-Jahrgang, keine Pflichtzivis mehr, und alle wollen irgendwo wohnen. Doof nur, dass es gar nicht genug Buden gibt. Die WG-Zimmer sind rar. Der Frust umso größer. Fehlplanung. Unbedachtheit. Und jetzt?

Leere Zimmer sind rar
Jetzt schlagen sich hunderte Studienanfänger und andere Umzugswillige um die ausgeschriebenen WG´s und oft völlig überteuerten Wohnungen. Dabei wollen sie doch alle nur eins: vier Wände, bitte! Eine echte Katastrophe, auch in vielen anderen Städten. Und auf der anderen Seite?

Einmal vier Wände, bitte!
Es geht auch anders. Manch einer lebt nämlich im puren Luxus. Selbstgemacht. Zum Beispiel wie die WG zweier Brüder. Sie haben eine alte Industriehalle bezogen und leben nun auf 840 Quadratmetern, mit Kinosaal, 14 Zimmern und zig Toiletten. Keine schlechte Idee, es stehen doch angeblich viele Ladenlokale und Gewerbehallen leer.
Allerdings sollte man vor dem Bezug nicht nur die geografische, sondern auch die rechtliche Lage genau prüfen. Denn ohne Nutzungsänderungsgenehmigung von Gewerbe- auf Wohnfläche und vielen anderen Formalitäten kann die Freude schnell wieder verflogen sein. Jetzt gibt es nämlich mindestens zwei Leute mehr, die sich mit um die knapp gesähten, einzigen Zimmer bemühen müssen. Und ich muss vermutlich nicht sagen, wer das ist…
Der Welt zu Füßen…
…liegen. Wobei liegen hier das falsche Wort ist. Es müsste heißen: Der Welt zu Fuß begegnen. Oder die Welt zu Fuß begehen. Und ihr vermutlich gleichzeitig zu Füßen liegen. Denn wenn jemand diesen Planeten nicht zu schätzen wüsste, wieso sonst sollte er auf die verrückte Idee kommen, einmal im Gänsemarsch um die schöne, blaue Kugel zu laufen?
Der gute Jean Béliveau (kommt “bélive” eigentlich von “believe” – vom Glauben, dieses Wahnsinnsprojekt zu schaffen??) ist Kanadier. Deshalb beschäftigen sich natürlich auch dortige Journalisten wie zum Beispiel Herbert Bopp in seinem Kanada-Blog mit dem Globetrotter. Und selbstverständlich die deutschen Medien, denn auch innerhalb unserer Grenzen hat Béliveau viele Erfahrungen gesammelt. In Cloppenburg übernachtete er zum Beispiel im Gefängnis. Freiwillig und für lau. Insgesamt hat Béliveau
11 Jahre, 64 Länder und 75.000 Kilometer
hinter sich gebracht. Los ging´s in den USA und Südamerika, von dort zog er nach Afrika und von dort über Marocco nach Spanien und Portugal, durchquerte Europa samt Schottland, Serbien und Griechenland im verflixten siebten Jahr, machte sich dann auf in die Arabischen Emirate, nach Indien, China, Korea und weiter in den Süden nach Malaysia, und kam über Australien und Neuseeland zurück in seine Heimat Montréal.
Den “World Wide Walk For Peace And Children” – während seine Frau, Kinder und mittlerweile auch Enkel auf den Weltenwanderer warteten – kann man auf wwwalk verfolgen. Zum Glück in weniger als elf Jahren.
Daffyboards – Bretter mit einer Rolle
Boardsport ohne sich vom Fleck zu bewegen? Das geht! Bewegen muss man sich aber trotzdem.
Gleichgewicht, Körperbeherrschung, Spaß – das alles kannst du haben, ohne über rumpeliges Kopfsteinpflaster zu müssen, Ampeln im Weg zu haben oder wegen Regen und Rutschgefahr gar nicht erst fahren können.
Das Besondere an den Boards: Sie sind alle handgemachte, deutsche Unikate. Zu kaufen ab 90 Euro mit Griptape oder Spray. Dazu gibt´s die passende Rolle für den Balanceakt und noch eine kleine Motivation für Daffyboard-Neulinge…
Wer es nämlich schafft, einen Handstand auf dem Brett zu machen, soll sich bei daffyboards melden und bekommt sein eigenes, individuell designtes und geshaptes Board. Garantiert nicht nur für Surfer bei ihren Trockenübungen! Go Daffy!
Regalfrei.de
Es ist zwar ganz und gar nicht leicht alte Bücher zu verkaufen. Aber bevor sie völlig im Regal verstauben, sollen doch lieber andere noch etwas davon haben.

12 Kilo Papier
Um ganz unkompliziert seine alten Schinken loszuwerden, ohne sich dafür morgens um sechs Uhr auf den Trödelmarkt stellen zu müssen oder jedem Buch eine eigene zeitaufwändige ebay-Auktion widmen zu müssen, gibt´s jetzt regalfrei.de.

ISBN eingeben und Geld verdienen
Auf dieser Seite kann man einfach die ISBN-Nummer der Bücher eingeben, sich den Preis anzeigen lassen und entscheiden, ob man für das Geld ein bisschen Platz im Regal schaffen möchte. Der Mindestverkaufswert beträgt zehn Euro. Am Ende kann man dann einfach auf “Verkaufen” klicken, seine Daten eingeben, fertig. Es gibt sogar einen Versandkostenzuschuss je nach Büchermenge und Gewicht. Und dann muss man das Paket nur noch irgendwie zur Post bekommen. In meinem Fall über zwölf Kilo pure Papierwüste.

Und ab die Post
Und jetzt gehe ich auf den Dachboden und krame noch mehr alte Bücher raus. Viel Spaß beim Lesen!
Marathon vs. Flummi-Open
Der Joe, der muss verrückt sein. Über Umwege habe ich erfahren, dass ich und meine Leute am Streckenrand beim Köln-Marathon den ganzen Tag über von einem Läufer begleitet wurden, der den Spieß einfach umgedreht hat. Nicht er wurde pausenlos fotografiert. Er hat selbst pausenlos Fotos gemacht. Und damit das Publikum, die tolle teils historische Laufstrecke quer durch Köln festgehalten und erklärt und nicht nur das. Joe muss wirklich verrückt sein. Denn er ist nicht nur 21 Kilometer gelaufen, auch nicht “nur” den Marathon, er hat gleich beide Wettbewerbe mitgenommen und damit 63 Kilometer zurück gelegt. Nerven muss man haben…
Wem Marathon selbst beim Ansehen übrigens zu anstrengend ist – es gibt ja auch noch anderen “Sport”. Am gleichen Wochenende, als wir uns gequält, ausgeschwitzt und selbst bewiesen haben, war Flummi-Open. Ja, Flummi. Ganz entspannt bunten Punkten zugucken.
Mehr zur neuen Konkurrenz des Schachbretts gibt´s unter Flummiopen. Viel Spaß!








